MoBa im KuBa 24.-25.01.2026

BR.52 im Bw von Ulli Schmidt

Am 24. und 25. Januar dieses Jahres stellten die Freunde des Modellbahnclubs Greifswald und ihre Gäste des Modellbahnclubs Neubrandenburg ihre Anlagen an nunmehr traditionsreicher Stelle im Kulturbahnhof (KuBa) aus. An dieser Stelle hat sich der Chronist dazu entschieden, diesen Artikel ein bisschen anders als die in den Jahren zuvor zu schreiben. Vielleicht gefällt es ja den Nutzern unserer Homepage, die diesen Artikel hoffentlich mit Interesse und ein kleines bisschen Vergnügen lesen werden.

Zuerst einmal die Beantwortung der Frage, die sonst am Schluss des Berichtes gestellt wird. Wie viele Besucher konnten die Modellbahnfreunde auf ihrer Schau begrüßen? In diesem Jahr waren es 1059 Erwachsene und Kinder, die sich das Vergnügen, fahrende Züge in toll gestalteten Landschaften auf Anlagen verschiedener Baugrößen zu bestaunen, leisteten. Das waren zwar einige Besucher weniger als im letzten Jahr. Wir sind aber dennoch mit diesem Ergebnis zufrieden.

TT-Rangierspiel – Andreas Henke

Was bekamen die Zuschauer auf dieser Ausstellung zu sehen? Neben dem Eingang hatte unser Modellbahnfreund Andreas Henke eine kleine Rangierspielanlage in der Nenngröße TT aufgestellt. Die Aufgabe galt es zu lösen, zwei Güterwagen aus ihren Ausgangspositionen auf die jeweils gegen­über liegende, vom anderen Güterwagen besetzte, Position zu rangieren. Dabei durfte nur die Rangierlok durch den Tunnel fahren. Zum Schluss musste die Lok wieder vorn zwischen den beiden Güterwagen im Bereich der Weiche zum Ladegleis mit Rampe abgestellt werden. Ebenfalls in der Baugröße TT ist die ca. 4 m große Heimanlage unseres Modellbahnfreunds Helge Overheu gebaut worden. Der Bahnhof eines Dorfes oder einer Kleinstadt mit einer kleinen Lokeinsatzstelle sowie einer von einer eingleisigen Hauptbahn abzweigenden Nebenstrecke bilden das Anlagenmotiv.

Bahnhof auf der TT-Anlage unseres Freundes Helge Overheu

Ulrich Schmidt aus Rostock, der ebenfalls Mitglied unseres Clubs ist, stellte sein Bahnbetriebswerk in Spur N aus. Die hier beheimateten Lokomotiven durchliefen, von einem imaginären Bahnhof kommend, die Stationen der Lokbehandlung, wie Bekohlung, Entschlackung, Wassernehmen am Wasserkran, Betankung der Dieselloks und wurden dann über die Drehscheibe fahren auf ihren Ständen im Lokschuppen bzw. den Freigleisen abgestellt. Den regen Betrieb komplettierten die Loks, die aus ihren Abstellpositionen zum Lokverkehrsgleis fuhren. Der rege Betrieb war dank Digitalsteue­rung und Rechner möglich. Auf der H0-Anlage von Jan Zeterberg begeisterte ebenfalls der digital gesteuerte Zugbetrieb in einem Durchgangsbahnhof mit kleiner Lokstation die Zuschauer. Die beim Anheizen mächtig qualmende Lok der BR.86 faszinierte die Beobachter dieser Anlage. Als Nächstes zog die N-Heimanlage von Thomas Wellendorf die Besucher in ihren Bann. Unermüdlich kreiste der Heißluftballon über der Anlage, auf der ebenfalls ein reger Zugbetrieb dank Digitalsteuerung stattfand.

Güterzug mit “Taigatrommel” vor seiner Ausfahrt auf der H0-Anlage von Jan Zeterberg

Auf der nächsten N-Heimanlage unseres Freundes Henry Annies fand dagegen der rege Zugbetrieb analog gesteuert statt. Mit Hilfe von ausgeklügelter Streckenführung und mehreren Schattenbahnhöfen hatte er dies realisiert. Das Besondere an dieser Anlage ist die Möglichkeit für die Zuschauer, das Werden einer Anlage aus dem Stadium des Rohbaus über die teilweise vorgenommene Landschaftsgestaltung bis hin zur fertig gestalteten Anlage auf den drei Segmenten dieser Anlage zu betrachten. Auf unserer „Gästeinsel“ war neben den Anlagen unserer Gastaussteller die schon längere Zeit nicht auf unserer Ausstellung gezeigte Bw-Anlage unseres Freundes Matthias Scheller zu sehen. Die digital gesteuerten Abläufe der Lokbehandlung und der Rangierfahrten in der Lokeinsatzstelle wussten auch in diesem Jahr die Besucher in ihren Bann zu ziehen. Die auf der Straße verkehrenden Fahrzeuge des Carsystems ergänzten den Schienenverkehr vortrefflich.

N-Anlage von Henry Annies

Aus Neubrandenburg waren die Modellbahnfreunde Holger Hecht und Dieter Lüdtke mit einer Reihe sehenswerter Kleinanlagen auf der diesjährigen Ausstellung zu Gast. Daneben wurde nach längerer Zeit die bekannte H0/H0e-Hafenbahn unseres vor drei Jahren verstorbenen Modellbahnfreunds Klaus Brumm gezeigt. Die vielen Bewegungsmodelle, sei es der Schornsteinfeger auf dem Bahnhofsdach, der auf dem Plumpsklo Zeitung lesende Bauer, der kreisende Storch usw., zogen die Besucher in ihren Bann. Die Geschichten zu den Vorbildern der Modelle auf der Anlage, die sich hier in der Gegend befinden oder befanden, faszinierten die Zuschauer. Zum Schluss präsentierten Hans und Annalena Schulz zwei Anlagen. Auf der Lego-Anlage wurde eine Kirmes mit Achterbahn, weiteren Fahrgeschäften und einer Kindereisenbahn gezeigt.

Kleinstanlage im Gehäuse eines Plattenspielers von Holger Hecht aus Neubrandenburg

Ganz ungewöhnlich war die Anlage, zu der man philosophisch meinen könnte: „Die Welt ist eine Tonne.“ Auf der Außenseite drehte sich die besagte Tonne mit ihrer gestalteten Landschaft unter dem stehenden Zug. Wenn die fliegende Hexe mit ihrem Hexenhaus den Zug passierte, erklang ihr hämisches Lachen. Auf der ebenfalls landschaftlich gestalteten Innenseite fuhr ziemlich synchron ebenfalls ein Zug.

Die Welt ist eine Tonne

Alles in Allem hat diese Ausstellung richtig Freude bereitet.

Jörg Meyer

Weitere Impressionen

TT-Anlage - Helge Overheu

Einfahrt eines Schnellzugs auf der TT-Anlage von Helge Overheu

BR 89 in der Lok ESt von Matthias Scheller

BR 89 in der Lokeinsatzstelle von Matthias Scheller

Spur N - Holger Hecht

Spur N – Kleinanlage von Holger Hecht

"Studium" des Zentralorgans

Der Bauer beim Studium des “Zentralorgans”?
Oder liest er wohl eher die neueste Ausgabe des “Modelleisenbahners”?