MOROP Kongress in Koblenz 

Höhepunkt des MOROP-Kongresses ist die Fahrt mit einem Dampfsonderzug auf dem „Vulkanexpress“ von Brohl nach Engeln (Szene vom „Goldenen Gleis“ 2017) 

Nicht jeder Modellbahner kennt den MOROP, den „Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas“. Von den Ergebnissen des MOROP profitiert aber jeder – denn die Technische Kommission des MOROP erarbeitet die „Normen Europäischer Modellbahnen“ (NEM), durch die das Zusammenspiel der vielen Produkte verschiedener Hersteller auf der Modellbahn erst möglich wird. Der BDEF und die SMV repräsentieren die deutschen Modellbahner im MOROP, der aktuell rund 30.000 Verbandsmitglieder aus 16 Ländern in Europa vereint. 

Alljährlich lädt der MOROP Anfang September alle Mitglieder und Eisenbahnbegeisterten zu einem großen Kongress ein. In diesem Jahr wird dieser vom 3. bis 8. September in Koblenz stattfinden. 

Nun steht auch das Programm für die Veranstaltung fest, deren Schirmherrschaft Manu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, übernommen hat.  

Traditionell kommt die Arbeit vor dem Vergnügen. Am 4. September wird sich die Technische Kommission treffen und die Weiterentwicklung einzelner NEM-Normen beraten. In der Delegiertenversammlung kommen die Vertreter der Mitgliedsverbände mit dem MOROP-Vorstand zusammen und die weitere Arbeit des Verbandes diskutieren. Thema wird hier u.a. sein, wie verschiedene andere europäische Aktivitäten – vor allem im Bereich der Jugendarbeit – mit der Arbeit und den Zielen des MOROP verknüpft werden. 

Für Begleiter wird es ein Rahmenprogramm, bspw. eine Besichtigung der Koblenzer Altstadt und eine Rundfahrt auf dem Rhein, geben. Am Montagabend wird der Kongress mit einem gemeinsamen Abendessen offiziell eröffnet. 

In den folgenden Tagen stehten dann Ausflüge in der Region an. Ziel ist natürlich zuerst das DB Museum in Koblenz. Dort wird es für die Kongressteilnehmer Führungen in verschiedenen Sprachen geben, so dass die zahlreichen Lokomotiven und Exponate – vor allem die Vielzahl berühmter Elektrolokomotiven – und ihre Geschichte allen nähergebracht werden. 

Der Mittwoch steht ganz im Zeichen des Vulkan-Express. Ein Dampfsonderzug wird die europäischen Eisenbahnbegeisterten vom rheinischen Brohl nach Oberzissen bringen. Von da aus geht es dann weiter mit Dieseltraktion nach Engeln. Auf den Höhen der Eifel wird es dann ein gemeinsames Mittagessen geben. Der Ganztagesausflug ist sicherlich ein Höhepunkt des diesjährigen MOROP-Kongresses. 

An den weiteren Tagen stehen dann noch Ausflüge nach Trier und Andernach auf dem Programm. Gereist wird natürlich immer standesgemäß mit dem Zug. 

Details zum Programm des diesjährigen MOROP-Kongresses sind im Internet unter www.morop.eu zu finden. Erwartet werden wieder über 50 Teilnehmer, vor allem aus Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Osteuropa und natürlich Deutschland. Alle Modellbahn- und Eisenbahnbegeisterte sind herzlich eingeladen, an diesem Treffen europäischer Gleichgesinnter teilzunehmen.  

Der letztjährige MOROP-Kongress fand übrigens in Budapest, Ungarn, statt. Neben einem sehr erlebnisreichen Programm wurden mit der Wahl eines neuen Präsidenten auch entscheidende Weichen für die Zukunft des Verbandes gestellt. Michel Cary, der Vorsitzende der französischen Spur-0 Vereinigung, folgt nun dem langjährigen Präsidenten Peter Briegel aus Deutschland (der als „Ausstand“ noch den jetzigen Kongress in Koblenz organisiert).  

Als eine der wichtigsten Themen benannte Michel die Jugendarbeit in den einzelnen Ländern und die Möglichkeiten, diese auf europäischer Ebene zu verknüpfen. 

An Michels Seite wurde außerdem Karsten Flach, der bisher schon als langjähriger Sekretär der Technischen Kommission des MOROP tätig war, zum Vizepräsidenten gewählt. Er folgte auf langjährigen Vizepräsidenten Jürgen Berghäuser aus Annaberg-Buchholz, der Anfang 2022 leider überraschend verstarb. 

Der MOROP sowie auch BDEF und SMV freuen sich auf einen interessanten MOROP Kongress 2023 in und um Koblenz – ganz besonders auf den intensiven Austausch mit Freunden und Gleichgesinnten aus ganz Europa.  

 
Text: Mirko Caspar